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13. März 2026

LMS Missverständnisse #2

„Lernmanagementsystem? Brauchen wir nicht – wir haben ja keine Pflichtschulungen.“

Es stimmt: Pflichtschulungen sind oft der bekannteste und sichtbarste Anwendungsfall für ein LMS. Aber beileibe nicht der einzige.

Lernen findet nicht nur dort statt, wo es gesetzlich vorgeschrieben ist – sonst hätten wir alle wahrscheinlich noch einiges nachzuholen. Die Frage sollte weniger sein, ob eine Schulung verpflichtend ist, sondern ob Wissen in eurem Unternehmen gezielt weitergegeben wird.

Im Unternehmensalltag findet der wichtigste Wissenstransfer oft abseits rechtlicher Vorschriften statt: Beim Onboarding neuer Kolleg:innen. Bei Änderungen im Prozessablauf. Beim Einführen neuer Software oder Werkzeuge. Bei der Weitergabe von persönlicher Erfahrung.

Nichts davon ist für den Gesetzgeber ein Pflichtprogramm. Für Unternehmen ist dieser Wissenstransfer trotzdem entscheidend. Und das Beste daran: Er funktioniert umso besser, je organisierter man ihn angeht.

10. März 2026

LMS Missverständnisse #1

„Wir sind zu klein für ein Lernmanagementsystem“

Klingt erstmal logisch: Große Unternehmen haben viele Mitarbeitende, viele Tätigkeitsfelder, viele Prozesse – und somit auch viele Schulungen. Stimmt ja soweit auch.

Dennoch können kleinere Unternehmen einen großen Mehrwert aus dem Einsatz eines LMS ziehen, weil Fachwissen dort oft stärker an Einzelpersonen hängt. Außerdem sind die Prozesse (genau wie das Fachwissen) meist historisch gewachsen und erschließen sich nicht immer intuitiv.

In diesem Sinne ist ein LMS kein Signal für die Unternehmensgröße, sondern für den Wunsch, Struktur in den Arbeits- und Lernalltag zu bringen.

Die Frage lautet also weniger „Wie viele sind wir?“ und mehr „Wie strukturiert sind wir?“

06. März 2026

Automatisierung von Pflichtschulungen

Pflichtschulungen sind ein bisschen wie Toilettenpömpel: So lange wir sie nicht brauchen, sind sie uns ziemlich egal, vielleicht sogar lästig.

Wenn es aber mal drauf ankommt, sind wir extrem dankbar, sie zu haben.

Bei Pflichtschulungen kommt noch hinzu, dass sie – wenig überraschend – verpflichtend sind. Unternehmen riskieren also empfindliche Bußgelder, wenn Mitarbeitende die erforderlichen Pflichtschulungen nicht absolvieren.

Gleichzeitig sind diese Schulungen für viele Unternehmen eine organisatorische Mammutaufgabe: Zeiten, Räume, persönliche Verfügbarkeiten, eine stringente Dokumentation – all das kostet Ressourcen, die eigentlich woanders gebraucht werden. Wenn Compliance- und Sicherheitsschulungen, Brand- und Datenschutztrainings jedes Mal neu geplant und koordiniert werden müssen, kann das in Summe unfassbar viel Zeit und somit auch Geld kosten.

Das muss aber nicht so sein. Viele Unternehmen investieren jährlich so viel Zeit in Pflichtschulungen, nicht, weil die Inhalte so kompliziert sind – sondern weil die Organisation dahinter unnötig kompliziert ist.

Unser Lernmanagementsystem cate verschlankt und zentralisiert diese Prozesse: Mit cate könnt ihr Schulungen flexibel online absolvieren, Erinnerungen rechtzeitig versenden, Teilnahmen automatisch dokumentieren und Zertifikate zentral speichern lassen. Das Ergebnis: Weniger Aufwand, mehr Transparenz, mehr Verlässlichkeit – und mehr Zeit für die Dinge, auf die es in eurem Job eigentlich ankommt. Und für die Teilnehmenden springt am Ende ein schickes PDF-Zertifikat heraus, das zwischen dem Poster der Lieblingsband und Fotos vom letzten Malle-Urlaub sicherlich ein richtiger Blickfang wird.

Klingt gut, oder? Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, wie cate Pflichtschulungen vereinfacht, dann schaut euch gerne die „cate erklärt“-Videoreihe auf unserer Website an. Unser Kollege Ferdi zeigt euch dort praxisnah, wie simpel Pflichtschulungen sein können.

Hier geht’s zur „cate erklärt“-Reihe

06. Februar 2026

Betriebliche Lernkultur

Jedes Unternehmen hat eine Lernkultur. Aber nur wenige gestalten und pflegen sie aktiv.

Viele E-Learning-Projekte lösen ihr Potenzial nicht vollständig ein oder scheitern sogar ganz, obwohl die passenden digitalen Tools zur Verfügung stehen. Woran liegt das?

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Technik tatsächlich nur in den seltensten Fällen das Problem ist. Viel häufiger liegt es an der Lernkultur: Wir eignen uns nicht automatisch neues Wissen an, nur weil die erforderlichen Inhalte verfügbar sind. Effektives Lernen funktioniert vor allem dort, wo Lernen erlaubt und gewünscht ist, wo Fragen nicht verpönt sind, wo Zeit für das Vermitteln und Aneignen von Wissen freigeräumt wird – und wo die Unternehmensführung mit gutem Beispiel vorangeht.

Lernkultur ist (genau wie eine gesunde Fehlerkultur) ein klarer Erfolgsfaktor. Sie entscheidet darüber, ob ein LMS ein mächtiges Werkzeug ist, oder nur eine Art stilles, digitales Regal, in dem Inhalte in Ruhe verstauben können.

Die gute Nachricht: Eine gesunde Lernkultur kommt nicht von ungefähr. Man kann sie gezielt analysieren, bewusst gestalten und in kleinen Schritten verbessern.

In den kommenden Wochen teilen wir hier auf LinkedIn ein paar Tipps zur Analyse und Verbesserung der betrieblichen Lernkultur mit euch – lasst uns gerne wissen, welche Aspekte euch besonders interessieren!

20. Januar 2026

Rückschau cate 2025

Im noch jungen Jahr gehört es für uns dazu, das alte Jahr nochmal Revue passieren zu lassen – und was sollen wir sagen? Wir sind begeistert.

Auch 2025 konnte unser Lernmanagementsystem cate auf ganzer Linie überzeugen. Oder, in nackten Zahlen ausgedrückt: In cate-Systemen gab es im vergangenen Jahr knapp 800.000 Buchungen!

Wir freuen uns sehr über so viele wissensdurstige Menschen und danken allen beteiligten Unternehmen, Institutionen und Partnern für ihr Vertrauen. Wir wünschen den Reisenden durch die digitale Bildungslandschaft auch in diesem Jahr viel Erfolg und jede Menge Spaß!

13. Januar 2026

cate Story - LVM

125 Jahre Unternehmensgeschichte, 15,1 Millionen Versicherungsverträge und rund 12.000 Mitarbeitende, die täglich mehr als 3.800 Schadensmeldungen bearbeiten – bei so vielen Zahlen darf man schon mal mit den Ohren schlackern.

Nicht so bei der LVM.

Als Rundum-Versicherer und eine der führenden Versicherungsgruppen in Deutschland hat das Unternehmen auch bei dieser Größenordnung stets alles im Griff. Damit das auch so bleibt, spielt Aus- und Weiterbildung eine zentrale Rolle. Seit 2019 setzt die LVM dafür auf unser Lernmanagementsystem cate.

Der Aufbau eines digitalen Bildungsangebots für so viele unterschiedliche Zielgruppen bringt natürlich konzeptionelle Herausforderungen mit sich. Die Entscheidung für cate fiel auch deshalb, weil sich damit die Struktur des gesamten Bildungsangebots frei gestalten und in einem einzigen System abbilden lässt, erklärt Bernd Rumphorst, Teamleiter in der Abteilung Außenorganisation, Training und Koordinator der LVM-AkadeMe.

„Und so haben wir im Rahmen der Einführung relativ viel Zeit darin investiert, diese Struktur möglichst passend für uns zu entwickeln“, erinnert sich Rumphorst.

Zahlreiche Trainings für Innen- und Außendienst, fachliche und überfachliche Inhalte, zentrale und dezentrale Bildungsbereiche, rollenbasierte Zugänge sowie personalisierte Lernbereiche: In unserer cate Story erfahrt ihr, wie auch große Organisationen mit komplexen Strukturen und klaren rechtlichen Vorgaben ihre Aus- und Weiterbildung nachhaltig digital aufstellen können.

Die vollständige Geschichte zur digitalen Lernlandschaft der LVM findet ihr hier

02. Januar 2026

Wie analysiere und optimiere ich meine betriebliche Lernkultur?

Jedes Unternehmen hat eine Lernkultur. Aber nur wenige gestalten und pflegen sie aktiv.

Viele E-Learning-Projekte lösen ihr Potenzial nicht vollständig ein oder scheitern sogar ganz, obwohl die passenden digitalen Tools zur Verfügung stehen. Woran liegt das?

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Technik tatsächlich nur in den seltensten Fällen das Problem ist. Viel häufiger liegt es an der Lernkultur: Wir eignen uns nicht automatisch neues Wissen an, nur weil die erforderlichen Inhalte verfügbar sind. Effektives Lernen funktioniert vor allem dort, wo Lernen erlaubt und gewünscht ist, wo Fragen nicht verpönt sind, wo Zeit für das Vermitteln und Aneignen von Wissen freigeräumt wird – und wo die Unternehmensführung mit gutem Beispiel vorangeht.

Lernkultur ist (genau wie eine gesunde Fehlerkultur) ein klarer Erfolgsfaktor. Sie entscheidet darüber, ob ein LMS ein mächtiges Werkzeug ist, oder nur eine Art stilles, digitales Regal, in dem Inhalte in Ruhe verstauben können.
Die gute Nachricht: Eine gesunde Lernkultur kommt nicht von ungefähr. Man kann sie gezielt analysieren, bewusst gestalten und in kleinen Schritten verbessern.

14. November 2025

Open-Source-Software und digitale Souveränität in Deutschland

Seit mehr als 150 Tagen ist die Bundesregierung nun im Amt – einige ihrer Versprechen aus dem Koalitionsvertrag scheint sie in dieser Zeit jedoch vergessen zu haben: Das Vorantreiben digitaler Souveränität und die Sicherung der technologischen Eigenständigkeit Europas zählen dazu.

Mit Sorge beobachten wir in Europa die Konsequenzen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine oder die aggressive und wechselhafte Handels- und Außenpolitik der US-Regierung um Präsident Trump. Desinformationskampagnen, fatale Abhängigkeiten in der IT-Infrastruktur, fehlende Datenhoheit: Da ist es nur sinnvoll, dass Deutschland und Europa sich verstärkt um ihre digitale Souveränität kümmern. Leider ist hierzulande noch nicht viel passiert.

Obwohl Bundesfinanzminister Klingbeil angekündigt hat, mit dem Bundeshaushalt 2025 „Rekordinvestitionen“ auch in die Digitalisierung zu tätigen, gehen diese Investitionen am Bereich Open Source komplett vorbei, mahnt die Open Source Business Alliance. Open-Source-Projekte wie das Zentrum für digitale Souveränität (ZenDiS), openCode oder openDesk werden von der Bundesregierung bislang mit Minimalbeträgen bedacht: ZenDiS etwa bräuchte jährlich rund 30 Millionen Euro, allein um vorgegebene Projekte umzusetzen – erhält aber nicht einmal ein Zehntel davon.

Die Krux: Ohne Open Source ist digitale Souveränität nicht denkbar. Open-Source-Standards und die Nutzung von Open-Source-Software sollten nicht als „nice to have“ behandelt werden, sondern als elementarer Baustein digitaler Eigenständigkeit. Als Entwickler und Anbieter eines Lernmanagementsystems, der seit jeher Open Source Software nutzt und weiterentwickelt, sehen wir die Bundesregierung in der Verantwortung, ihre Versprechen umzusetzen.

Einen konkreten Fahrplan dafür liefert Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance: „Die Bundesregierung muss im Digitalministerium einen strategischen Schwerpunkt auf Open-Source-Software setzen (z.B. mit einer eigenen Open-Source-Strategie), die im Koalitionsvertrag angekündigten ‚ambitionierten Ziele‘ für Open Source definieren und umsetzen. Also im Haushalt die bundeseigenen Open-Source-Projekte ausreichend finanzieren, beim Vergabebeschleunigungsgesetz mit einer ‚Open Source by Default‘ Regelung dafür sorgen, dass die Weichen für eine Open-Source-Transformation der Verwaltung gestellt werden, und Open-Source-Software im Deutschland-Stack verankern, um Gestaltungsfähigkeit und Kontrollierbarkeit der Software zu sichern.“

11. November 2025

trauerkultur³

Der Tod ist für die meisten von uns ein unangenehmes Thema – und stellt Unternehmen vor komplexe Fragen: Wie kann eine Organisation mit dem Verlust eines Kollegen oder eines nahen Angehörigen umgehen? Wer trägt eigentlich die Verantwortung im Umgang mit trauernden Kolleginnen und Kollegen? Wie spendet man Trost? Und wie kann ein sensibler, angemessener Wiedereinstieg nach einem persönlichen Verlust gelingen?

Viele Organisationen sind auf diese Fragen nicht vorbereitet. Kein Wunder, umschiffen wir doch alle zu gern den Gedanken an das Lebensende. Wenn eine solche Situation dann eintritt, fehlt es uns gerade im beruflichen Kontext oft an Strukturen, klaren Abläufen oder Ansprechpartnern. Dann fangen wir an zu schwimmen, fühlen uns unsicher und grübeln über die passenden Worte – dabei wollen wir eigentlich nur helfen.

Wir möchten unseren Teil zu diesem sensiblen, aber extrem wichtigen Thema beitragen – und freuen uns, dass wir gemeinsam mit den Experten von trauerkultur³ den E-Learning-Kurs „Trauer am Arbeitsplatz“ entwickeln konnten.

Der praxisnahe E-Learning-Kurs richtet sich an Führungskräfte, HR-Verantwortliche und komplette Teams. Ziel des Kurses ist es, Strategien und Maßnahmen zum professionellen, empathischen Umgang mit Trauer und Verlust zu vermitteln. Dazu gehören neben den Grundlagen für den Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz beispielsweise auch die Sensibilisierung für die Auswirkungen von Trauer auf Teamklima oder Arbeitsfähigkeit, Unterstützung bei Rückkehrgesprächen nach einem Verlust sowie praxisnahe Beispiele aus dem Unternehmensalltag, verbunden mit konkreten Handlungsempfehlungen.

Der E-Learning-Kurs wird in unserem Lernmanagementsystem cate gehostet und kann auch in die Lerninfrastruktur eures Unternehmens eingebaut werden. Wenn ihr eure Organisation gern für das Thema Trauer am Arbeitsplatz sensibilisieren möchtet, sprecht uns gerne jederzeit an – hier auf LinkedIn, via E-Mail oder telefonisch.

21. Oktober 2025

Lernmanagement und Mitarbeiter-Onboarding

Stellt euch vor, ihr habt euren ersten Tag bei einem neuen Arbeitgeber. Ihr seid natürlich aufgeregt, freut euch aber auch auf die neuen Kollegen, das neue Betätigungsfeld und spannende neue Herausforderungen. Als ihr in die Firma kommt, erwarten euch aber bloß ein fast leerer Schreibtisch, überraschte Kollegen und ein Vorgesetzter, der keine Zeit für eine ordentliche Begrüßung hat. So verwandelt sich die Vorfreude binnen weniger Minuten in Unsicherheit, Sorge, vielleicht sogar Reue über den Arbeitsplatzwechsel.

Es gibt keine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck – und das gilt im Berufsleben nicht nur für den ersten Arbeitstag vor Ort, sondern für den gesamten Onboarding-Prozess. Wenn wir nicht gut ‚abgeholt‘ werden, sind wir demotiviert und fühlen uns fehl am Platz. Schnell wirken die ersten Arbeitstage dann so, als würde man versuchen, aus dem Stand in ein vorbeifahrendes Auto einzusteigen.

Diese enttäuschten Erwartungen können Auswirkungen auf die gesamte Organisation haben: Eine Studie der Baylor University von 2024 zeigte beispielsweise, dass Software-Entwickler, die ein mehrmonatiges Onboarding-Programm bei einem neuen Arbeitgeber durchlaufen haben, nach einem Jahr signifikant häufiger noch bei diesem Arbeitgeber beschäftigt sind als Entwickler, die kein ordentliches Onboarding erhalten haben.

Die entstehende Fluktuation kann die betroffenen Unternehmen ziemlich teuer zu stehen kommen: Es kostet rund 90 bis 200 Prozent des jeweiligen Jahresgehalts, Ersatz für ausgeschiedene Mitarbeitende zu finden. Hinzu kommt, dass Mitarbeitende mit einem guten Onboarding schneller in die produktive Arbeit einsteigen können und eine bessere Performance erzielen. Wer Mitarbeitende binden, motivieren und wirklich ankommen lassen möchte, sollte also auf gründliches und durchdachtes Onboarding setzen. Ein Lernmanagementsystem wie cate kann Unternehmen hierbei erheblich entlasten und unterstützen.

Wer hierzu mehr erfahren möchte – unsere Expertenteam zeigt euch gerne mögliche Wege und Perspektiven, wie ein individuell passender, effektiver und nachhaltiger Onboarding-Prozess mit cate aussehen könnte.